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Notfalltipps: So fällt der Tauchgang nicht ins Wasser


Das Jacket zeigt sich ungefragt in voller Ausdehnung oder der Reißverschluss des Neoprenanzugs gibt sich in Sachen Schließen nicht mehr kooperationsbereit? Und das ausgerechnet an diesem einen Tauchplatz, auf den man sich schon so lange gefreut hat? Macht’s wie Omi! Mit deren Hausmittelchen lässt sich nämlich auch heute noch so mancher Tauchgang retten.   

Umweltfreundlich und günstig sind die wohl wichtigsten Merkmale der taucherischen Allzweckwaffe Nummer eins: Essig. Was Omi zum Putzen oder als Weichspüler anpries, rettet auch heute noch ganze Tauchgänge, wenn’s am Equipment klemmt. Haben es sich kleine freche Salzkristalle des letzten Tauchurlaubs (und offenbar anschließend nur mäßiger Equipmentpflege) im Inflator niedergelassen, hilft Essigwasser, um den selbigen ohne großen Aufwand zu entmieten: Wasser und Essig mischen, dem Inflatorkopf für zehn bis 15 Minuten ein lauwarmes Bad im Schälchen gönnen und dann mit viel warmem Wasser abspülen und dabei so oft den Einlassknopf drücken, als wolle man den Jackpot am Spielautomaten in der Eckkneipe knacken. Bummtschakkalakaringelding: Das Essigbad löst Salz und Staub und sorgt dafür, dass der Inflator sich unter Wasser nicht ungebeten zu vollem Volumen entfaltet. Hauptgewinn.

Jetzt wird der eine oder andere wettern: „Na toll. Essig gehört nicht zu meiner Standardausstattung.“ Aber zu der jeder Küche. Und wer nett am Seebistro oder der Bootskombüse fragt, bekommt sicher ein Schlückchen ab. Nur bloß nicht pure Essigessenz verwenden – das killt die O-Ringe. Auch von zähflüssigen Balsamico-Varianten sei dringend abgeraten: Die schmecken zwar super, sorgen aber für ungute Kleberei und statt Reinigungseffekt nur Reinigungsbedarf. Solche Essenzen gehören ins Dressing, nicht in den Inflator.

Ein Langhaarbuddy als Ersatzteillager

Ist ein Schlauch porös und blubbert, kann den auch jeder Taucher notfallmäßig selbst wechseln: Mit einem Maulschlüssel abschrauben und einfach durch einen neuen austauschen – danach sollte allerdings mal ein Fachmann draufgucken, ob tatsächlich alles sitzt und dicht ist, wie es soll. Tauchgang erst einmal gerettet, danach aber am besten ab zur Revision.

Löst sich unter Wasser die sorgfältig eingerollte Oberflächenboje, weil die Tasche verloren oder das Gummiband gerissen ist und hängt wie Fähnchen in der Flaute unter dem Taucher, schützt ein Haargummi vor Verhedderchaos: Boje brav wieder einrollen und dann mit einem Haargummi sichern. Aus Ersatzteilgründen lohnt es sich demnach, immer mindestens einen Langhaar-Buddy in der Nähe zu haben.

Wenn sich der Zipper des Reißverschlusses keinen Millimeter nach oben bewegen lässt, macht Kerzenwachs das renitente Gerät geschmeidiger. Wobei, um das hier klarzustellen, nicht der möglicherweise etwas moppelige Taucher gemeint ist, sondern der Reißverschluss. Mit einer Kerze an den Zähnen – auch hier ist nicht der Buddy gemeint! – entlangreiben, schon flutscht es wieder. Alternativen sind ein Stück Seife oder Silikonfett, eben alles, was richtig schön schmiert ohne zu verklumpen. Klappt übrigens auch ganz hervorragend bei Stiefeln, Taschen, Kapuzenjacken und Konsorten.

Noch mehr Life-Hacks speziell für Seentaucher gibt’s in diesem Blogbeitrag. cku

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