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Luftcocktail für Taucher: Dive4Life mixt nun auch Nitrox


Zwei brandneue Hochleistungs-Kompressoren von BAUER pusten neuerdings nicht nur bis zu 870 Liter Pressluft pro Minute in die Tanks an der Füllstation im Tauchcenter Dive4Life. Sie füllen Flaschen per Membranmischung nun auch mit Nitrox – sauerstoffangereicherter Luft – und das bis zu EAN36. Keinen Schimmer, was das ist? Dann mal schön lesen. Und schnell zum EAN-Kurs anmelden.

 

„Juchuuuh, endlich länger unter Wasser bleiben“, jubelte schon der eine oder andere Taucher innerlich, als er von Nitrox oder EAN hörte. Mehr Sauerstoff in der Atemluft erlaubt schließlich längere Nullzeiten. Ähhh, ja. Das stimmt. Die Betonung liegt aber auf Nullzeit, also jener Zeit, die ein Taucher ohne in die Deko zu rauschen auf einer gewissen Tiefe verbringen kann. Nicht zu verwechseln mit der Gesamttauchzeit. Die hängt nämlich unter anderem davon ab, wie viel der Unterwasserfreund im Laufe eines Tauchgangs aus seiner Pulle saugt. 2000 Liter sind eben 2000 Liter (Zehn-Liter-Tauchflasche mit 200 bar Fülldruck) – und die blubbert ein Ratz-fatz-Tank-leer-Atmer mit Nitrox genauso schnell weg wie mit Luft.

Der Nitrox-Vorteil mit dem „länger im Wasser bleiben“ bezieht sich auf die Zeit, die der Taucher auf einer gewissen Tiefe verbringen kann, ohne dass der Tauchcomputer wild blinkend und piepend wie die Soundshow einer Dorfdisco zum Aufstieg mahnt. Das alles basiert auf dem Gesetz von Dalton. Kleiner Tipp: Wer nun ausschließlich an die gleichnamigen Verbrecherbrüder aus „Lucky Luke“ denkt, sollte lieber noch mal sein Open-Water-Buch hervorkramen.

Wie an der Bar: Das Mischverhältnis muss beim Abfüllen stimmen

Ganz einfach: Wenn mehr Sauerstoff in der Tauchflasche ist, atmet der Taucher weniger Stickstoff ein. Normale Luft – also auch Pressluft in Tauchflaschen – besteht nämlich aus 21 Prozent Sauerstoff, 78 Prozent Stickstoff und einem Prozent Edelgas. Nitrox bedeutet nichts anderes, als dass in dieser Mischung der Sauerstoffanteil erhöht wird. Die neue Anlage im Dive4Life mixt per Membran einen bis zu 36-prozentigen Anteil. Das heißt dann 36er-Nitrox oder EAN 36 (Enriched Air Nitrox 36). Luft ist per Natur 21er-Nitrox.

Nun kommt es bei Nitrox wie in einer guten Cocktailbar beim Abfüllen auf die Mischung an. Jemand mit mehr als 21 Prozent Sauerstoffanteil im Luftgemisch im Tank (an dieser Stelle sei noch gerne mal betont: Taucher sind NICHT mit Sauerstofftanks unterwegs!) darf nicht mehr so tief tauchen wie jemand, der reine Pressluft verblubbert. Und genau deshalb muss jeder Nitrox-Taucher immer genau wissen, was er da aus seiner Flasche atmet. Heißt: selbst analysieren, den Wert aufschreiben, die Maximaltiefe notieren. Jeder für sich. Immer. Ohne Ausnahme. Wenn Buddy, Ehefrau oder der freundliche Tauchguide das mal eben mitmachen möchten, einfach nett lächeln. Und dieser Person dann entschlossen den Analyzer aus der Hand reißen.

Jeder, der mit Nitrox taucht, muss ein entsprechendes Brevet haben – und zwar überall auf der Welt. Die Kurse des Dive4Life gibt’s Hier. Wer ausgebildet ist, genießt dann die Nitrox-Vorteile: Mehr Nullzeit. Weniger Stickstoff und weniger Mikrobläschen im Körper und dadurch eine geringeres Deko-Risiko. Wer ganz sicher gehen will, kann Nitrox atmen, aber den Computer auf Luftmodus stellen – damit verschafft er sich zwar nicht die Nullzeit-Vorteile, dafür aber einen Sicherheitspuffer für die eigene Gesundheit.                                                              cku

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