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Längere Flossen, kleinere Masken: Darum sehen Freitaucher anders aus


Dass Freediver ohne Pressluftflasche unterwegs sind und damit auch weniger Gepäck mitschleppen als der gemeine Gerätetaucher, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Warum sie aber Flossen von der Länge eines Kindergartenkindes tragen und sich eine Art Fahrradschloss um den Hals hängen, sorgt immer wieder für Irritationen – auch bei Sporttauchern.

 

Sie lassen sich unvergleichlich elegant in die Tiefe gleiten und diesen Sport dabei trügerisch einfach aussehen: Freitaucher. Es lohnt sich jedoch, Nick-Knatterton-mäßig genauer hinzugucken, wenn ein menschliches Luftanhalte-Exemplar gen Poolboden sinkt. Apnoe-Taucher tragen dabei den einen oder anderen Ausrüstungsgegenstand, der dem eines Gerätetauchers zwar ähnelt – aber eher wie der entfernte Verwandte als wie ein Bruder. Um diese Familienverhältnisse zu verdeutlichen, sollte ein prüfender Blick auf die Maske genügen: Ein Freediver setzt auf geringes Innenvolumen statt auf Panoramablick ermöglichende Seitenscheiben. Er hat ja nur seine Lunge voll mit Luft, mit der er Maske ausblasen und Innendruck abmildern muss. Während ein Gerätetaucher für jedes noch so winzige Tröpfchen auf dem Maskenglas theoretisch die Halbe Pressluftflasche durch die Nase in Maskenhohlraum schnauben kann, ist des Freitauchers Luft begrenzt. Seine Maske sieht zwar aus wie eine Tauchermaske und ist natürlich auch eine. Aber eben kleiner, filigraner. Kleine Cousine statt großer Bruder.

Wurstpelleneffekt im Neoprenanzug

Auch in Sachen Neopren sind Apnoe-Taucher anders unterwegs. Genauer: offener. Sie tragen meist Anzüge aus offenporigem Neopren, was den für Beobachter amüsanten Effekt hat, trocken nicht betreten werden zu können. Heißt: Die Dinger sehen zwar flutschig aus, sind es innen aber nicht. Wer sich da reinzwängen will, dem ist nur mit Wasser oder Einölen zu helfen. Und mit einer großen Portion Selbstbewusstsein. Dass sich die Anzüge unterscheiden, hat einen Grund: Freitaucher bewegen sich (noch) weniger als Gerätetaucher. Flösse während eines Tauchgangs Wasser in den Anzug (und dann wieder raus), kühlten sie schnell aus. Ein Apnoe-Anzug muss wurstpellenartig am Körper kleben. Sonst wird’s kalt. Bei Gerätetauchern ist das anders: Die Anzüge sind so aufgebaut, dass zwischen Körper und Anzug eine dünne Wasserschicht ist. Die wird von der Körperwärme erhitzt – und ist dann gleichzeitig Wärmeschutz für den Taucher, der sich quasi selbst beheizt.

Ein „Fahrradschloss“ für die Wasserlage

Beim Apnoe-Bleigurt sorgt ein elastisches Gummimaterial dafür, dass der Gurt in der Tiefe nicht von den Hüften rutscht, wenn er Wasserdruck das Neopren des Anzugs zusammenpresst. Gerätetaucher tragen hingegen meist Nylongurte. Da wäre noch das Ding mit dem Fahrradschloss, das sich Freitaucher gerne mal wie eine Goldkette um den Hals hängen. Es handelt sich dabei allerdings um Halsblei, das beim Tief- und Streckentauchen für eine perfekte Wasserlage sorgen soll, indem es dem Auftrieb der Lunge entgegenwirkt.

Bei Flossen setzen Taucher auf minimalen Energieeinsatz bei maximalem Vortrieb. Das klappt perfekt mit Monoflossen – quasi den Snowboards unter den Flossen – oder den kleinkindlangen schmalen Apnoe-Flossen. Zwar wollen auch Gerätetaucher möglichst wenig Kraft verbrauchen, wenn sie unter Wasser strampeln. Dabei aber wendig sein, was mit den Freitaucher-Modellen schwieriger ist. Wer die langen Apnoe-Flossen hingegen gleichmäßig und langsam bewegt, verbraucht weniger Sauerstoff – und genau darum geht es beim Freitauchen, wenn der körpereigene Atemreflex ausgetrickst werden soll.

Wer das Ganze als Bewegtbild sehen möchte: Auf dem Dive4Life-Youtube-Kanal werden die Unterschiede der Ausrüstungen erklärt. Einfach HIER klicken – und gucken.          cku

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